Reggio-inspirierter Kingergarten

„Reggio-inspirierten“-Kindergarten

Definition:

Die Reggio-Pädagogik ist kein Modell. Sie ist eine Erziehungsphilosophie, bei der die Rechte der Kinder und ein reflektiertes Bild vom Kind eine zentrale Stellung einnehmen. Reggio-Pädagogik konkretisiert sich in der Weise des pädagogischen Denkens, Wahrnehmens, Fühlens und (professionellen) Handelns. Dabei spielen auch die Rahmenbedingungen der elementarpädagogischen Praxis in Deutschland eine Rolle. Sie bilden die alltäglichen Umstände für den Dialog und die Interaktion mit Kindern, auch wenn sie der Weiterentwicklung oder Veränderung bedürfen.

Das Kind verstehen wir als Konstrukteur seiner individuellen Wirklichkeit und Entwicklung. Kinder bilden sich im sozialen Kontext selbst. Sie sind von Anfang an in der Lage, sich mit ihrer sozialen Umwelt auszutauschen, und sie machen sich von Geburt an durch sinnliche Erfahrungen ein eigenes Bild von der Welt

Einen Teil ihres Wissens erwerben Kinder in der Gemeinschaft anderer Kinder. Für den Aufbau von Beziehungen sind Altersstruktur und Gruppengröße wichtige Komponenten. Kinder brauchen Unterstützung für die Bildung kleiner Gruppen und die Möglichkeit, sowohl Beziehungen mit Gleichaltrigen einzugehen als auch Kontakt zu Kindern auf anderen Entwicklungsstufen zu pflegen.

Wie sind die Räume im „reggio-inspirierten“- Kindergarten?

Die Räume wurden bei uns in so genannte Funktions- oder Erfahrungsräume umgewandelt.
Je nach räumlichen und personellen Gegebenheiten gibt es verschiedene Öffnungsmöglichkeiten. Folgende Räume finden sich in unserem Kindergarten:

  • Der Kreativraum:

     

    mit großem  Mal- und Basteltisch, Staffelei, Rollenspielbereich, Knettisch mit wechselndem Material

 

  • Der Medien und BauraumKommunikationsraum

     

    Mit großem Baubereich

    Zum Entdecken von Zahlen, Buchstaben, Messen, wiegen, Büchern, Spielteppich,…

 

  • Die Bibliothek:

    Mit Büchern, CD`s, zum Schmökern, „Lesen“, Nachschlagen,….

 

  • Das Stübchen – der Traumraum

    Ruhezone,

    Rückzugsmöglichkeit

 

  • Der Rollenspielraum

    Zum Verkleiden, zum „Rollen reinschlüpfen“,…

 

  • Das Bistro:

    Eingangsbereich

    Treffpunkt zum Brotzeitessen und Plausch,…

 

  • Die Küche:

    Raum zum erlernen lebenspraktischer

    Fähigkeiten

    Kochen, Backen, Abspülen,

 

  • Die Spielstraße – Bewegungsraum
    1. B. mit Kletterwand,

    Matten, Bällebad,…

 

  • Die Werkstatt:

    Förderung des handwerklichen Geschicks

    Mit großer Werkbank und echtem Werkzeug

 

  • Der  Forscherbereich:

    Zum Experimentieren und forschen,…

 

  • Unser Aquarium

   Als Haustiere beherbergen wir Fische.

  • Die Krippe – Gruppenraum:

    Raum für die Kinder im Alter von 0 –  3 Jahren

    mit Spielbereichen, extra Spielebene, extra auf das Altern angepasst,…

  • Die Krippe – Schlafraum:

    Schlafraum für die U-3  Kinder

    Mit extra Betten und Rückzugsmöglichkeit,….

  • Die Krippe – Nassbereich:

    Nassbereich für die U-3  Kinder

    Mit Wickelbereich, extra großen Waschbecken, extra Toiletten,…

    Rückzugsmöglichkeit,….

 

  • Eltern-Kaffee Ecke im Eingangsbereich:

    Treffpunkt für Eltern zum Gespräch, Austausch, Plausch und zur Möglichkeit sich zu informieren,…

  • Stübchen für Eltern:

    Elterngespräche/Elternberatung

    Dieser Raum dient für Gespräche mit Eltern und als Anlaufstelle für die Elternberatung,…

  • Den Garten, als gleichwertigen Spielraum

    spielplatz

  • Hier haben die Kinder sehr viel Raum:
    • zum Bewegen und Verstecken

    z.B. viele Büsche, Rohrtunnel

    • zum Kreativ werden

    z. B. den Sandkasten, Mal-Bastel-Tontisch, Baustelle, …

    • zum Erkunden der Natur

    z. B. die Blumenwiese, Kletterbäume, Blumen- und Gemüsebeet, …

    • zum Versammeln und Entspannen

    z.B. Feuerstelle, Holzrundlinge, Brotzeithäuschen, …

    • zum Sammeln von Sinneseindrücken

    z. B. viele beflanzte Bereiche, Feuerstelle, …

 

Räume sind der dritte Erzieher – Kinder sind Mitgestalter!

Die Wände werden in Weiß oder Pastelltöne gehalten um Natur-, Kunst-, und Alltagsgegenständen Platz und Geltung zu geben. Bedeutungsvolle Dinge bleiben im Raum, jedoch werden Räume natürlich immer wieder verändert.